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Wahlkreis-Rundschau, Ausgabe Oktober 2015

Newsletter des Abgeordneten Ralf Wieland für
den Soldiner Kiez, Gesundbrunnen und das Brunnenviertel


Liebe Leserin, lieber Leser,

im Rahmen meines Stadtteiltages habe ich Ende September das "AWO-Refugium" in der Gotenburger Straße besucht. Über 100 Männer, Frauen und auch Kinder aus verschiedensten Ländern, die in unserer Stadt Zuflucht suchen, sind dort in einem nicht mehr genutzten Schulgebäude untergebracht. Das ist natürlich ein Stück weit schwierig, denn ehemalige Klassenräume sind naturgemäß nur eingeschränkt als Wohnräume geeignet. In der derzeitigen Situation geht es jedoch in erster Linie darum, Schutzsuchenden zunächst ein Dach über dem Kopf zu sichern.

So unschön das ist, können wir dabei derzeit nicht darauf verzichten, kurzfristig auf leerstehende Gebäude und teilweise auch auf Zeltunterbringung zurückzugreifen. Im Moment gibt es 83 solcher Unterkünfte im gesamten Stadtgebiet. Tendenziell werden es in nächster Zeit sicher eher noch ein paar mehr werden.

Die vor uns liegenden Herausforderungen sind gewaltig. Denn mit der Unterbringung dieser Menschen allein ist es natürlich nicht getan. Diejenigen, die hierbleiben, müssen in ihrem und unserem eigenen Interesse schnellstmöglich integriert werden. Die Rede ist dabei von Bildungsangeboten für Kinder und vor allem Qualifizierungsmöglichkeiten von Erwachsenen. Denn anders, als manchmal behauptet, fliehen die Menschen zwar häufig in größter Not und Gefahr für Leib und Leben. Sobald für das Nötigste gesorgt ist, möchten viele aber auch arbeiten und am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Ihnen das nach besten Kräften zu ermöglichen, wird eine der wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre sein.

Zahllose Berlinerinnen und Berliner haben sich diesen und anderen Aufgaben in diesem Zusammenhang schon jetzt verschrieben - viele davon ehrenamtlich. Ein Beispiel aus unserem Kiez ist die Initiative "Wedding.hilft". Bei den Aktiven dort und auch in allen anderen Ecken Berlins möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken! Wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, die Arbeit von "Wedding.hilft" unterstützen möchten, finden Sie unter www.wedding-hilft.de weitere Informationen.

Eines wird nun in Zukunft allerdings noch drängender: Wohnungsbau. Neben etlichen Gesetzen zum Schutz von Mietern hat der Senat nun auch Beschleunigungsmaßnahmen für den Wohnungsbau beschlossen, die viele Verfahren vereinfachen. Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften sind dabei, ihre Bagger schnell an den Start zu bringen. Ende September z.B. wurde der Grundstein für ein Neubauprojekt der GESOBAU in der Uferstraße bei uns im Gesundbrunnen gelegt (siehe unten). Hier entstehen 180 Wohnungen, von denen viele später für 6,50 €/qm vermietet werden. Die Weichen sind gestellt, dass Grundsteinlegungen für bezahlbaren Wohnraum demnächst eine gute Chance haben, eine feste Kategorie in der Wahlkreis-Rundschau zu werden.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine anregende Lektüre!

Ihr


Ralf Wieland


Neues Kiezmagazin für das Brunnenviertel: "brunnen"

Im September erschien die erste Ausgabe des Kiezmagazins "brunnen" für das Brunnenviertel. Damit hat die magazinlose Zeit im Brunnenviertel ein Ende, nachdem das Magazin "brunnen 1/4" des Quartiersmanagements 2013 eingestellt worden war.

Die redaktionelle Betreuung liegt in den Händen einer gegenwärtig ca. 20 Mitglieder zählenden Bürgerredaktion. Alle interessierten Anwohner sind herzlich eingeladen, an dem Magazin mitzuarbeiten: "Jeder, der im Brunnenviertel wohnt, arbeitet oder auf andere Art mit dem Kiez verbunden ist, kann Texte und Fotos mit Kiezbezug veröffentlichen", heißt es im Vorwort der ersten Ausgabe.

Der "brunnen" wird herausgegeben von der Journalistin und Kiezreporterin Dominique Hensel (siehe Interview in dieser WK-Rundschau). Aus dem Programm "Soziale Stadt" erhält das Projekt bis Ende 2017 finanzielle Unterstützung, die für den Druck, das Layout, Weiterbildungen und die journalistische Begleitung der Bürgerredaktion verwendet wird.

Das zweite Heft erscheint vor Weihnachten. Kontakt zu Dominique Hensel und zur Redaktion: kiezreporterin@gmx.de.


Grundsteinlegung: 180 neue Wohnungen an der Uferstraße

Ende September wurde im Beisein von Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel und Bezirksbürgermeister Christian Hanke der Grundsteinlegung für die "Uferhöfe" in der Uferstraße gelegt. Die landeseigene GESOBAU wird hier bis zum Frühjahr 180 Mietwohnungen errichten.

57 Wohnungen davon werden öffentlich gefördert und für durchschnittlich 6,50 € pro Quadratmeter vermietet. Der Wohnungsmix ist mit 1,5- bis 4,5 Zimmerwohnungen generationsübergreifend. Die entstehenden Wohnungen sind größtenteils barrierearm und per Aufzug erreichbar.

"Nicht nur Pankow hat eine hohe Zuzugsrate, sondern auch Mitte, insbesondere die Ortsteile Gesundbrunnen, Wedding und Moabit werden von Studenten und jungen Familien entdeckt", so Bezirksbürgermeister Christian Hanke, "Wir brauchen hier ein attraktives Angebot an Mietwohnungen, das auf die aktuellen Bedürfnisse der Suchenden abgestimmt ist. Die GESOBAU ist eine wichtige Partnerin für bezahlbaren Wohnraum in unserem Bezirk."

Foto: GESOBAU


Spielplatz in der Koloniestraße 117 nach Sanierung eingeweiht

Am 10. Oktober wurde im Beisein u.a. von Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke und des Weddinger Abgeordneten Ralf Wieland der Spielplatz in der Koloniestraße 117 nach Abschluss der Sanierung durch Bezirksstadtrat Carsten Spallek eingeweiht.

Die Umgestaltung wurde im Rahmen des Quartiersmanagements Soldiner Straße aus Mitteln des Programms Soziale Stadt (Bund und Land Berlin) mit ca. 238.000 € gefördert und mit 125.000 € aus Bezirksmitteln finanziert. Die gesamten Baukosten belaufen sich auf ca. 363.000 €.

Die Initiative für den Umbau ging von Herrn Abdul El Kathib aus, der bereits als „Kiezkind“ erste Erfahrungen mit Beteiligungsprozessen gesammelt und die gesamte Umgestaltung mit begleitet hat.

Nach den Ergebnissen der Bürgerversammlung am 10.07.2014 sind neben einem neuen Zugang von der Holzstraße unter anderem ein Bolzplatz mit Kunststoffbelag und Ballfangzaun, eine Fitnessinsel und ein Wasserspielelement entstanden. Es wurden auch eine Doppelschaukel und eine neue Tischtennisplatte aufgestellt.

Der Planung des Kinderspielplatzes ist eine intensive Beteiligung der Kinder und Jugendlichen aus der Nachbarschaft im Rahmen des Projekts „Hingucker“ 2014 und 2015 durch den Verein Jugend Architektur Stadt (JAS e.V.) vorausgegangen. Viele der Wünsche konnten bei der Neugestaltung berücksichtigt werden. Insbesondere wurde ein Lounge-Mobiliar nach den Ideen der Jugendlichen entworfen. Diese besondere Bank wurde nach den Ferien auf einer Kinder- und Jugendbaustelle von den Jugendlichen gebaut und aufgestellt.

Quelle: Bezirksamt Mitte, Foto: QM Soldiner Straße


Abgeordnetenhaus beschließt den Bebauungsplan für das Areal am Mauerpark

In seiner Sitzung am 8. Oktober hat das Abgeordnetenhaus den Bebauungsplan für das Areal nördlich des Gleimtunnels beschlossen.

Die Groth-Gruppe, Eigentümerin des ca. 3,5 Hektar größen Geländes, hat bereits angekündigt, direkt nach Erteilung der Baugenehmigung durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit den Bauarbeiten zu beginnen. Vorbereitende Maßnahmen sollen noch in diesem Jahr beginnen.

Geplant und in einem städtebaulichen Vertrag fixiert sind etwa 700 Wohnungen, verteilt auf fünf Blöcke: 190 davon sind Eigentumswohnungen, weitere 120 werden frei finanziert. Die landeseigene Gewobag will weitere 120 Wohnungen übernehmen, die mit geförderten Mieten ab 6,50 Euro pro Quadratmeter angeboten werden. Hinzu kommen 220 speziell für Studenten geplante Wohnungen und 40 seniorengerechte Wohnungen. Bestandteil des Bauvorhabens ist auch eine Kita mit 80 Plätzen.

Auch mit der Erweiterung des Mauerparks wird begonnen: Die Gewerbegebiete westlich des einstigen Todesstreifens würden nach der Winterpause „renaturiert“, so Martin Pallgen, Sprecher von Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel. Der Mauerpark, derzeit neun Hektar groß, wächst dann bis 2018 um weitere fünf Hektar. An der Bernauer Straße kommen noch einmal zwei Hektar für den regelmäßigen Flohmarkt und Lokale wie den „Mauersegler“ hinzu. Der Falkplatz vor der Max-Schmeling-Halle bleibt ebenso unverändert wie der Spielplatz und der Kinderbauernhof „Moritzhof“ im Nordosten.

Über die Nutzung des auf der Weddinger Seite des ehemaligen Grenzstreifens liegenden Geländes wird seit mehr als 20 Jahren diskutiert.

Grafik: Groth-Gruppe


"denk!mal '16" im Abgeordnetenhaus: Nichts ist verloren - wenn Du es erzählst

"Nichts ist verloren - wenn du es erzählst!" - unter diesem Motto öffnet das Berliner Landesparlament anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus auch im kommenden Januar wieder seine Türen für Initiativen und Projekte von Jugendlichen, die ihre Arbeiten zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus und gegen heutige Formen von Diskriminierung und Rassismus einer breiten Öffentlichkeit vorstellen.

Am 20. Januar 2016 bietet das Abgeordnetenhaus von Berlin eine Plattform für die Arbeiten. Bei der großen Abschlussveranstaltung im Plenarsaal werden ausgewählte Projekte präsentiert. Begleitend werden vom 18. bis 25. Januar 2016 die anderen Werke in einer Ausstellung im Casino des Abgeordnetenhauses gezeigt.

Anmeldeschluss für "denk!mal '16" ist der 16. Dezember 2015. Nähere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden sich auf der Website www.denkmal-berlin.de.

Grafik: Abgeordnetenhaus, Projektteam denk!mal


Bezirkshaushalt Mitte für 2016/2017 beschlossen: Nach Konsolidierung nun wieder Spielräume

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Mitte hat in ihrer Sitzung Ende September einstimmig den Bezirkshaushalt für die Jahre 2016 und 2017 beschlossen. SPD und CDU legten einen gemeinsamen Antrag vor, in dem auch Positionen der Grünen aufgenommen wurden. Drei Anträgen der Grünen stimmten SPD und CDU zu.

Nach angespannten Jahren ist Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke unter schwierigsten Bedingungen gelungen, die Trendwende einzuleiten und den Bezirkshaushalt zu konsolidieren. Nun besteht wieder Spielraum, die Angebote für die Einwohnerinnen und Einwohner auszuweiten: Neue Projekte im Sozialbereich, mehr Wohnungen, mehr Bürgerbeteiligung, mehr Fürsorge für Beschäftigte.

Einige konkrete Beispiele: Die Sanierungsmittel für die Anna-Lindh-Schule, die Theodor-Heuss-Schule und die Moabiter Grundschule wurden aufgestockt. Der Bezirk stellt 40.000 € mehr für die Obdachlosenarbeit zur Verfügung. Ein neues Seniorenprojekt wird mit 10.000 € gefördert. Es gibt Härtefallfonds für das Schulmittagessen sowie Sprachkurse und mehr Leistungen für Fürsorge im Ordnungs- und im Bürgeramt.

Der beschlossene Antrag zum Bezirkshaushalt mit den einzelnen Positionen findet sich als Drucksache 2224/IV auf der Website der BVV Mitte.


Berliner SPD befragt ihre Mitglieder. Nur eine von zwölf Fragen: Die Legalisierung von Cannabis

"Legalize it" gilt als einer der bekanntesten Songs des Reggae-Musikers Peter Tosh. 1976, als die Platte auf den Markt kam, wirkte die darin formulierte Forderung nach der Freigabe von Cannabis wie von einem anderen Stern und realistische Erfolgsaussichten konnten sich allenfalls diejenigen ausmalen, die mitten im illegalen Qualm saßen.

Nun befragt die Berliner SPD ihre Mitglieder, wie es die Partei mit der Legalisierung halten soll. Präzise lautet die Frage "Seit längerem gibt es eine Diskussion darüber, Cannabis (Haschisch) ähnlich wie Zigaretten als Genussmittel einzustufen und den Erwerb zu liberalisieren. Sollte sich die Berliner SPD auf Bundesebene für einen neuen Rechtsrahmen einsetzen, der die Abgabe von Cannabis an Erwachsene bei gleichzeitiger Stärkung des Jugendschutzes und der Prävention ermöglicht?" - und seither wird, begleitet von einem aufmerksamen Medienecho, über das Für und Wider diskutiert. Ergebnis offen.

Dabei wird leicht übersehen, dass es sich nur um eine von zwölf Fragen handelt, anhand derer die 17.000 Mitglieder über die wesentlichen Kernaussagen des Wahlprogramms für das kommende Jahr entscheiden: Soll das Straßenbahnnetz in Berlin flächendeckend ausgebaut werden, können Wohnungen mit einfacheren Standards gebaut werden, um Kosten zu sparen, sollen "Spätis" länger öffnen dürfen, ist der Qualitätsausbau an den Kitas vordringlich oder die Beitragssenkung, soll der Staat am Neutralitätsgebot festhalten? Das sind einige der Fragen, die alle Mitglieder Mitte Oktober vorgelegt bekommen.

Die Ergebnisse der Befragung werden auf dem Landesparteitag der SPD am 14. November vorgestellt.

Foto: SPD Berlin


Ausstellung im Mitte Museum: Kaufhaus Nathan Israel 1815 - 1939. Eine Künstlerin erforscht Geschichte

Die Geschichte des Kaufhauses N. Israel, einst im alten Berlin gegenüber dem Roten Rathaus gelegen, ist seit Jahren ein Thema im künstlerischen Schaffen von DESSA – Deborah Sharon Abeles: Von Nathan Israel in der Jüdenstraße begründet, expandierte die Firma bald und siedelte in die Spandauer Straße um.

Um die Jahrhundertwende entstand hier der repräsentative Bau des Architekten Ludwig Engel, der schrittweise erweitert wurde. Seit vier Generationen im Familienbesitz musste das florierende Unternehmen 1939 verkauft werden und die Familie Deutschland verlassen. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Gebäudekomplex zerstört.

Das Kaufhaus N. Israel zeichnete sich durch das Engagement für seine Mitarbeiter aus. Eine eigene Kranken- und Altersversicherung traf Vorsorge für die Angestellten, Clubs boten ihnen Freizeitaktivitäten, in Vorträgen und Kursen konnten sie sich weiterbilden.

1925 eröffnete das Unternehmen die erste private Handelsschule Deutschlands, um das Personal selbst auszubilden. Soziale Verantwortung und Gemeinsinn der Inhaber gingen über Firmenbelange hinaus. Bemerkenswert ist das Wirken Wilfrid Israels, der sich entschieden der Forderung der Nationalsozialisten widersetzte, jüdische Mitarbeiter zu entlassen. Nach seiner Emigration organisierte er die Flucht in Deutschland lebender Juden.

Eines der vom Kaufhaus herausgegebenen Jahrbücher inspirierte DESSA zur ersten Hommage an die Philanthropie der Kaufhauseigentümer. Zum 200. Jahrestag entstand eine neue Serie Gemälde mit dem Titel «Stolzesteine». DESSAs intensive Beschäftigung mit dem Leben und Wirken der Familie Israel liegt in ihrer eigenen jüdischen Familiengeschichte begründet. Erstmals werden ihre Werke in Berlin nun im Kontext musealer Auseinandersetzung mit Geschichte gezeigt.

Die Ausstellung im Mitte Museum in der Pankstr. 47 ist noch bis Ende März 2016 sonntags bis donnerstags von 10:00 bis 17:00 Uhr zu sehen. Über einzelne Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung informiert die Website des Mitte Museums.


Alle Jahre wieder...! Der Kiez-Weihnachtsmarkt in den Maxgärten geht in die zweite Runde

Gemeinsam mit Bewohner/innen und Einrichtungen im Quartier werden das Gesundheits- und Pflegezentrum Goldenherz und das Quartiersmanagement Pankstraße auch in diesem Jahr wieder einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt veranstalten.

Der Weihnachtsmarkt soll am Samstag, den 5. Dezember 2015 von 15 bis 20 Uhr in den Maxgärten, dem Blockinnenraum der Reinickendorfer Str. 81/ Maxstr. 2-4, stattfinden.

Momentan laufen die Planungen auf Hochtouren und es werden noch Mitmacher/-innen gesucht: Wenn Sie Interesse haben mitzugestalten, gern einen Marktstand betreuen möchten, sich vorstellen könnten Teil des kulturellen Programms zu werden, bzw. für Angebote für Kinder sorgen möchten, oder ein Händchen für weihnachtliche Dekoration, Basteleien oder Naschereien haben, dann können Sie Ihre Ideen gern mit dem Organisationsteam im Goldenherz teilen.

Anmeldungen für einen Marktstand werden ebenfalls vom Orga-Team im Goldenherz entgegengenommen.

Ansprechpartner: Herr Körber-Hein E-Mail: f.koerber-hein[at]goldenherz[.]de, Tel.: 0176 / 56 60 10 83

Quelle: QM Pankstraße


Kiezwerkstatt am 13. November: Gemeinsam über Probleme im Soldiner Kiez reden und Lösungen finden

Das Quartiersmanagement Soldiner Strasse lädt alle Anwohner-/innen zur nächsten "Kiezwerkstatt" am 13. November ein: "Gemeinsam über Probleme im Kiez reden und Lösungen finden. Das ist ein Teil von Quartiersmanagement (QM). Bürger/-innen werden nicht mit fertigen Entscheidungen der Verwaltung konfrontiert, sondern begleiten den Prozess der Meinungsbildung.

Das QM Soldiner Quartier möchte das erfolgreiche Konzept der „Kiezwerkstatt“ fortsetzen und mit Ihnen als Anwohner/-innen über unseren Stadtteil zwischen Soldiner und Osloer Straße diskutieren. Ihre Meinung ist an mehreren Tischen zu unterschiedlichen Themen gefragt. Was würden Sie anpacken oder anders machen? Und was können Sie dafür tun? Merken Sie sich bitte Freitag, den 13. November vor. Ort: NachbarschaftsEtage, Osloer Straße."

Einzelheiten zur Kiezwerkstatt finden sich auf der Website des QM Soldiner Strasse.

Quelle & Foto: QM Soldiner Strasse


Musikschule Fanny Hensel bezieht neuen Standort in der Swinemünder Straße 80

Die Zweigstelle Wedding der Musikschule Fanny Hensel ist umgezogen: Seit Beginn des Schuljahres befindet sie sich im Gebäude der ehemaligen Hugo-Heimann-Bibliothek in der Swinemünder Str. 80, 13355 Berlin-Gesundbrunnen, Verkehrsverbindungen: U-Bf. Voltastr. (U8), S+U-Bf. Gesundbrunnen, Bus 247.

Auch das Sekretariat der Zweigstelle ist am neuen Ort eingezogen. Die Öffnungszeiten (Di., 15:00-18:30 Uhr und Do. 11:00-13.:00 Uhr) und die Kontaktdaten (Telefon, Fax, E-Mail) gelten unverändert.

Der Umzug wurde notwendig, weil das Zweigstellengebäude Ruheplatzstr. 4 grundsaniert wird. Betroffen sind davon ca. 70 Lehrkräfte und ihre Schüler(innen). An zwei Tagen Ende Juli hatte ein Umzugsunternehmen an zwei Tagen das Mobiliar und die Instrumente vom alten zum neuen Ort transportiert. Der neue Standort wurde am 10. Oktober mit einem Fest offiziell eröffnet.

Quelle & Foto: Musikschule Fanny Hensel


KiezKlang WerkstattKonzerte in der Fabrik Osloer Straße

In der Nachbarschaftsetage der Fabrik Osloer Straße finden in der kommenden Zeit wieder die "KiezKlang WerkstattKonzerte" statt.

Stimmungsvolle Musik aller Musikstile, Netzwerktreffen und Party: Das Musikprojekt KiezKlang lädt MusikerInnen, Bands und das musikbegeisterte Publikum aus dem Soldiner Kiez zum Konzert und zum kreativen Coming Together ein.

Aus der Ankündigung der Veranstaltungsreihe: "Lasst uns gemeinsam entdecken, was unser Kiez musikalisch zu bieten hat! LaienmusikerInnen sind ebenso willkommen wie Professionelle! Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich an die Nachbarschaft und möchte alle Generationen und alle Kulturen dazu einladen: Macht mit! Präsentiert Eure Musik! Feiert mit uns! An jedem der Abende werden sich zwei bis drei Musiker-Innen/Bands vorstellen. Im Anschluss besteht dann die Möglichkeit zur Jam Session, zum Experiment, zum spontanen musikalischen Crossover sowie zu Kombinationen von Musik und Tanz/Performance. MusikerInnen, Musikinteressierten und Kreativen aus allen Bereichen bieten wir eine Plattform zur Begegnung und zum kreativen Austausch. Lasst uns die musikalische Vielfalt des Soldiner Kiezes zum Klingen bringen!"

Die nächsten Termine (immer freitags ab 20:00 Uhr) sind der 16.10., 13.11., 4.12., 22.1. und 26.2.. Details zum Programm finden sich auf der Website der Nachbarschaftsetage oder direkt bei KiezKlang.

Grafik: KiezKlang


Interview mit Kiezreporterin Dominique Hensel:

"Das Heft lebt von der Mitarbeit der Anwohner im Brunnenviertel"

Seit September gibt es mit dem "brunnen" wieder ein gedrucktes Kiezmagazin für das Brunnenviertel. Herausgeberin, verantwortliche Redakteurin und eine der Initiatorinnen ist die im Viertel gut bekannte Journalistin Dominique Hensel. Heiko Hanschke sprach mit ihr über das Magazin und über den Kiez.


WK-Rundschau: Im September erschien die erste Ausgabe des "brunnen", dem "kleinen Magazin für's ganze Brunnenviertel". Wie kam es dazu?

Dominique Hensel: Bis 2013 gab es bereits ein Kiezmagazin für das Brunnenviertel. Das "brunnen 1/4" dürfte vielen Anwohnern noch bekannt sein. Das Magazin wurde von den beiden Quartiersmanagements Brunnenviertel-Brunnenstraße und Brunnenviertel-Ackerstraße herausgegeben und finanziert. 2013 gab es neue Förderrichtlinien für die QMs und das Magazin wurde eingestellt. Bei vielen Gesprächen im Kiez wurde in der Folgezeit jedoch sehr schnell klar, dass das "brunnen 1/4" vermisst wurde. Auch die ehemaligen Mitglieder der Bürgerredaktion hatten weiter Kontakt untereinander und trafen sich regelmäßig zum Redaktionsstammtisch. Da lag die Idee nahe, ein neues Magazin auf die Beine zu stellen.

Der "brunnen" wird nun nicht mehr vom QM, sondern von Ihnen persönlich herausgegeben. Rechnet sich dieses Engagement?

Wir können ein Kiezmagazin drucken - das ist doch toll! Aus dem Programm "Soziale Stadt" erhalten wir bis Ende 2017 Unterstützung, die wir für den Druck, das Layout, Weiterbildungen und die journalistische Begleitung der Bürgerredaktion verwenden. Die Redaktionsmitglieder schreiben ehrenamtlich - und so ist es vom Konzept her ja auch gedacht. Das Heft lebt davon, dass die Anwohner des Brunnenviertels ihre Inhalte und Texte zu ihrem "brunnen" beisteuern. Eine große Unterstützung ist Ann-Kathrin Mätzold mit ihrem Café freysinn in der Jasmunder Straße. Das Café ist Treffpunkt und Hauptquartier für das Magazin. Für die Zeit nach 2017 werden wir uns um andere Finanzierungen bemühen müssen. Falls Sie einen wohlmeinenden Stifter an der Hand haben, bitte ich um die Adresse.

Die Bernauer Straße war einst ein Symbol für die Teilung Berlins. Wie nehmen Sie das Brunnenviertel 25 Jahre nach der Vereinigung wahr? Ist zusammengewachsen, was zusammen gehört?

Nach meiner Beobachtung haben wir es nach wie vor überwiegend mit getrennten Welten zu tun. Hier der sowohl gutbürgerlich als auch migrantisch geprägte Wedding, dort das hippe und angesagte (Alt-)Mitte und Prenzlauer Berg. Gut zu beobachten ist dies an den Touristenströmen. Selbstverständlich wird das letzte offizielle Stück Mauer besichtigt - doch in den Kiez verirrt sich kaum ein Besucher. Allenfalls das Ost-West-Café an der Ecke Brunnenstraße/Bernauer Straße profitiert von der historisch interessanten Lage. Die Bewohner der beiden Kieze bleiben ebenfalls meist auf ihrer Seite. Der Kaiser's in der Brunnenstraße war einer der Punkte, die auch aus Mitte angesteuert wurden. Nach der Schließung gibt es für die Menschen aus Alt-Mitte einen Grund weniger, in den Wedding zu gehen. Ansonsten gibt es, von einzelnen Events oder Locations abgesehen, wenig Berührungspunkte.

Gentrifizierung also nicht in Sicht?

Die Befürchtung ist im Brunnenviertel präsent und geografisch wäre es naheliegend, dass Verdrängungsmechanismen einsetzen. Tatsächlich kann ich einen massiven Zuzug ins Brunnenviertel oder in den Soldiner Kiez, in dem ich ebenfalls oft unterwegs bin, bisher nicht beobachten. Das Brunnenviertel ist vielleicht auch als Spezialfall zu bewerten. Die 70er-Jahre-Bebauung ist nicht unbedingt das, was viele Wohnungssuchende anzieht. Zudem gibt es hier eine angestammte und sehr stabile Bewohnerschaft, die Fluktuation ist also eher gering, freie Wohnungen gibt es kaum. Mit Sorge wird die Frage betrachtet, inwieweit die kommende Randbebauung des Mauerparks den Charakter verändert und den Gentrifizierungs-Zug in Bewegung setzt. Gegenwärtig sind Verdrängungsmechanismen im Wedding in erster Linie im Sprengelkiez und im Brüsseler Kiez, also westlich der Müllerstraße zu beobachten.

Neben dem generellen Thema Wohnen: Was bewegt gegenwärtig die Menschen im Brunnenviertel?

Die Spielcasinos in der Brunnenstraße sind immer wieder ein Thema. Nachdem die gesetzlichen Regelungen verschärft worden sind, haben die Betreiber offenbar einen neuen Dreh gefunden. Nun werden Wettbüros eröffnet. Die werden vom Gesetzgeber anders bewertet und fallen nicht unter die neuen strengeren Regeln. In der Wahrnehmung der Menschen gibt es aber keinen wesentlichen Unterschied zwischen Spielcasino und Wettbüro. In der Brunnenstraße existiert seit kurzem ein Wettbüro direkt neben einer Kita - das regt die Menschen im Kiez auf. Von vielen Eltern höre ich auch, dass sie sehr bedauern, dass es die Kiezbibliothek nicht mehr gibt. Dann interessiert die Menschen, was mit dem ehemaligen Standort des Diesterweg-Gymnasiums passiert. Noch eine Frage bewegt viele: Im Brunnenviertel gibt es inzwischen sehr viele Projekte und Initiativen für die verschiedensten Anliegen und Interessen. Sie alle eint ein gemeinsames Problem: Es gibt kaum geeignete Räumlichkeiten für Treffen und Angebote. Die Hoffnungen liegen hier auf dem neu gebauten Olof-Palme-Zentrum, das im November eröffnen wird. Im Soldiner Kiez ist die Dauerbaustelle an der Ecke Prinzenallee / Osloer Straße seit einer gefühlten Ewigkeit ein Aufreger, zumal das Baugeschehen an diesem Verkehrsknotenpunkt nicht den Eindruck erweckt, als ob hier mit Hochdruck zu Werke gegangen wird ...

Wenn Sie mal nicht für das Quartiersmanagement oder für den "brunnen" unterwegs sind: Wohin verschlägt es Sie in Ihrer Freizeit?

Ich bin gern im Wedding unterwegs und entdecke dabei immer wieder neue und spannende Orte. Ein Besuch im "Café freysinn" in der Jasmunder Straße 5 ist nie verkehrt. Auch ein Stückchen Torte in der Tortenwerkstatt (Gleimstraße Ecke Graunstraße) ist nicht zu verachten. Für den literarischen Feinschmecker empfehle ich die Lesebühne "Amygdala", die im "Kamine & Wein" in der Prinzenallee 58 residiert, das man abends auch gut einfach mal so aufsuchen kann. Auf der anderen Straßenseite lockt das "Relais de Savanne" (Prinzenallee 33) mit afrikanischer Küche und oftmals afrikanischer Live-Musik. Ans Herz legen kann ich auch die Kantine auf dem Gelände von "ExRotaprint" (Gottschedstr. 4). Immer wieder schön ist ein Besuch im "City Kino Wedding" im "Centre Francais" (Müllerstr. 74) - allein schon wegen des Original-Interieurs aus den 50er / 60er Jahren. So muss ein Kino aussehen! Vielen bestens bekannt und auch einer meiner Favoriten: Das "Prime Time Theater" in der Müllerstr. 163 mit der Sitcom "Gutes Wedding, schlechtes Wedding". Wer sich einen Überblick verschaffen will, was sonst noch so los ist im Wedding, schaut in den Blog "Weddingweiser". Hier finden sich immer gute Tipps und Berichte - von denen einige übrigens auch aus meiner Feder stammen.


Ein offenes Haus für jedermann: Ihr Besuch im Abgeordnetenhaus

Der ehemalige Preußische Landtag in der Niederkirchnerstraße (Nähe Potsdamer Platz), heute Sitz des Abgeordnetenhauses, ist für jedermann zugänglich und offen. Sie können zu 'normalen' Tageszeiten das Gebäude ohne Anmeldung betreten und sich z.B. die imposante Eingangshalle sowie die Ausstellung zur wechselvollen Geschichte des Hauses ansehen oder in der durchaus empfehlenswerten Kantine etwas zu sich nehmen.

Interessanter ist eine Führung, die dann auch in die üblicherweise nicht zugänglichen Bereiche des Parlaments führt, an erster Stelle hier zu nennen natürlich der Plenarsaal. Der Besucherdienst des Hauses bietet regelmäßig solche Führungen, falls gewünscht auch in englischer oder türkischer Sprache an. Für jüngere Besucherinnen und Besucher werden zudem auch altersgerechte Angebote bereitgehalten. Für Gruppen können individuelle Termine vereinbart werden.

Selbstverständlich ist es auch möglich, an den Plenarsitzungen teilzunehmen. Hierfür ist jedoch die Reservierung eines Sitzplatzes auf der Besuchertribüne erforderlich. Im Normalfall stehen ausreichend Plätze zur Verfügung. Bei politisch interessanten Debatten oder Anlässen kann es knapp werden - hier empfiehlt sich eine rechtzeitige Reservierung.

Ihren Platz auf der Tribüne oder Ihre Teilnahme an einer Führung können Sie direkt beim Besucherdienst des Abgeordnetenhauses per Mail an besucherdienst@parlament-berlin.de oder telefonisch unter 23 25 - 10 64 reservieren.

Oder Sie wenden sich an mein Bürgerbüro am Gesundbrunnen, dass für Sie die entsprechenden Anmeldungen gern vornimmt und Ihnen darüber hinaus für alle Fragen und Anliegen rund um Politik und Kiez gern zur Verfügung steht.

Das Bürgerbüro befindet sich in der Bellermannstraße 19a in 13357 Berlin (Ecke Heidebrinker Straße) und ist telefonisch unter 64 31 23 20 und per E-Mail an buero@ralf-wieland.de erreichbar. Es ist dienstags und donnerstags von 14:00 bis 20:00 Uhr und freitags von 10:00 bis 14:00 Uhr geöffnet.


Impressum

Ralf Wieland
SPD-Fraktion im
Abgeordnetenhaus Berlin
Niederkirchnerstraße 5
10111 Berlin

Tel. 0 30 / 23 25 - 22 22

E-Mail: info@ralf-wieland.de
Web: www.ralf-wieland.de

 

Bürgerbüro am Gesundbrunnen

Bellermannstr.19a
13357 Berlin

Tel. 0 30 / 64 31 23 20

Öffnungszeiten: Di & Do 14-20 Uhr, Fr 10-14 Uhr

Stadtplan

Meine nächsten persönlichen Sprechstunden im Bürgerbüro finden Sie auf meiner Website.

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