Wahlkreis-Rundschau, Dezember 2017, Ralf Wieland MdA

Portrait Ralf Wieland

Wahlkreis-Rundschau, Ausgabe Dezember 2017

Newsletter des Abgeordneten Ralf Wieland für
Gesundbrunnen, den Soldiner Kiez und rund um die Panke


Liebe Leserin, lieber Leser,

wer am vergangenen Wochenende die Medien verfolgt hat, konnte feststellen: So viel SPD war selten. GroKo oder Nicht-GroKo - plötzlich steht die SPD vor der Frage, die die WählerInnen am 24. September eigentlich entschieden hatten. Ein dickes Minus und gerade noch 20 % bei der Bundestagswahl sind nun wahrlich nicht als Aufforderung zu verstehen, fröhlich und unbesorgt in eine „alles prima, weiter so“-Regierung zu stolpern. Es ist nicht alles prima. Und der SPD-Parteitag hat klar aufgezeigt, was aus unserer Sicht angefasst werden muss. Der Weg für Sondierungsgespräche mit der Union ist frei, aber: Ergebnis offen. Eines ist klar: Wenn an einer neuen Regierung das Label „SPD“ kleben soll, dann muss auch SPD drin sein. Sonst geht es nicht.

Wenn auch die Aufmerksamkeit gegenwärtig in erster Linie auf die Bundespolitik gerichtet ist, wurde auf Landesebene in den vergangenen Wochen eine Entscheidungsgrundlage geschaffen, die auf das Leben in unserer Stadt unmittelbaren Einfluß hat: Der Landeshaushalt für die Jahre 2018 und 2019 steht und wird am 14. Dezember vom Abgeordnetenhaus beschlossen.

Der Haushalt umfasst für beide Jahre insgesamt etwa 57 Milliarden Euro und legt damit gegenüber den Vorjahren deutlich zu – und dies ohne neue Schulden. Im Gegenteil: Von den Altschulden werden weitere 500 Millionen getilgt. Möglich ist dies durch eine sehr positive Entwicklung der Steuereinnahmen, die dringend notwendige Handlungsspielräume eröffnet.

Die rot-rot-grüne Koalition setzt mit ihrem Haushaltsentwurf klare Prioritäten. Einige Beispiele:

Dem jahrelangen Stellenabbau in der Verwaltung kann ein Ende gesetzt werden. Der Haushalt 2018/2019 sieht 4.900 zusätzliche Stellen vor sowie eine Anpassung der Besoldung an den Durchschnitt der Bundesländer.

Ein zweiter Schwerpunkt ist die Bildung. Hier werden die Mittel für Schulneubau und Schulsanierung noch einmal kräftig aufgestockt. Bereits in diesem Jahr standen mit ca. 830 Mio. Euro 35% mehr zur Verfügung als noch 2016. Die größte Herausforderung in diesem Bereich besteht inzwischen darin, das Geld auch tatsächlich zu verbauen, denn die Planungs- und Baukapazitäten kommen an ihre Grenzen. Aber bei Bildung geht es nicht nur um Gebäude. Eine bessere Bezahlung der Grundschullehrer sowie Zulagen für Lehrkräfte an Brennpunktschulen stehen dabei ebenso im Fokus der Regierungskoalition wie auch Entlastungen für Quereinsteiger in den Lehrerberuf. Ab 2019 wird die schrittweise Abschaffung der Hortgebühren an den Grundschulen gestartet.

Sicherheit und Ordnung nimmt einen vorderen Platz auf der Prioritätenliste des Senats ein. Im Zuge eines Präventions- und Sicherheitspakets wird vorrangig die öffentliche Präsenz der Polizei erhöht. Darüber hinaus wird verstärkt in die technische Ausstattung von Polizei und Feuerwehr investiert.

Ordnung heißt auch Sauberkeit. Als Weddinger wissen wir, dass es darum häufig nicht gut bestellt ist. Mit dem Aktionsprogramm „Sauberes Berlin“ soll der zunehmenden Vermüllung der Straßen in den kommenden Jahren der Kampf angesagt werden. 100 zusätzliche Mitarbeiter bei den Ordnungsämtern werden nicht nur dafür sorgen, dass die Müllhalden am Straßenrand schneller beseitigt werden, sondern sich insbesondere darum kümmern, die Verursacher zu ermitteln und zur Verantwortung zu ziehen.

Dies sind nur einige Beispiele aus der Prioritätenliste der Regierungskoalition. Die Schwerpunkte im kommenden Haushalt sind meines Erachtens richtig gesetzt und greifen die wichtigsten Herausforderungen auf. Wenn der Haushalt am Donnerstag beschlossen ist, wird es darauf ankommen, die sich aus ihm ergebenden Möglichkeiten auch zügig und spürbar umzusetzen. Ich arbeite gern daran mit, dass die rot-rot-grüne Landesregierung vielleicht doch noch das höchste Lob bekommt, dass der Berliner zu vergeben hat: Da kann man nicht mal meckern.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie angenehme Festtage und einen guten Start ins Jahr 2018.

Ihr

Ralf Wieland


Eva Högl im Gespräch: "Soziale Gerechtigkeit, Wohlstand und ein stabiles Europa müssen im Mittelpunkt stehen"

Eva Högl ist die direkt gewählte Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Berlin-Mitte. Sie ist stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und wurde auf dem Bundesparteitag der SPD Anfang Dezember in den Parteivorstand gewählt. Die Wahlkreis-Rundschau hat sie nach ihrer Sicht auf eine mögliche Neuauflage der GroKo und die Schwerpunkte der SPD bei den anstehenden Sondierungen befragt.

WK-Rundschau: Frau Högl, nach dem Scheitern von Jamaika: Wie wird die nächste Bundesregierung aussehen?

Eva Högl: Das werden die nächsten Wochen zeigen. Es wird hoffentlich eine Regierung sein, die für soziale Gerechtigkeit, Wohlstand, ein stabiles Europa und ein gutes Zusammenleben in unserem Land sorgt. Die SPD wird sich mit ihren Inhalten engagiert einbringen.

Gut, machen wir es eine Nummer kleiner. Was wäre denn Ihre Wunschkonstellation?

Eine Wunschkonstellation habe ich nicht. Es muss darum gehen, wie die SPD ein Maximum ihrer Überzeugungen und Inhalte durchsetzen kann. Einen Königsweg gibt es hierbei nicht. Zurzeit liegen verschiedene Optionen auf dem Tisch – von Neuwahlen über eine erneute große Koalition bis hin zur Tolerierung einer Minderheitsregierung. Alle Optionen haben Vor- und Nachteile. Nach dem Scheitern von Jamaika hat Bundespräsident Steinmeier alle betroffenen Parteien im Bundestag um Gespräche gebeten. Diesen Gesprächen haben wir uns nicht verweigert. Denn die SPD war und ist sich ihrer Verantwortung für unser Land bewusst. Es ist unsere Pflicht als gute Demokratinnen und Demokraten, alle Optionen, die auf dem Tisch liegen, gründlich zu beraten.

Auf ihrem Bundesparteitag hat sich die SPD dazu entschieden, Gespräche mit der Union über eine mögliche Regierungsbildung aufzunehmen. Also doch weitere vier Jahre große Koalition?

Nein. Am Wahlabend wurde die große Koalition abgewählt. Die SPD hat ihr schlechtestes Ergebnis der Nachkriegszeit erzielt. Allein deswegen kann und darf es ein einfaches „Weiter so“ nicht geben. Das wurde auch auf dem Bundesparteitag der SPD mehr als deutlich. Die Delegierten haben zwar mit großer Mehrheit für die Aufnahme von Gesprächen mit der Union gestimmt. Das heißt jedoch noch lange nicht, dass eine Neuauflage der großen Koalition bereits abgemacht ist. Wir haben für Gespräche mit der Union klare Bedingungen aufgestellt. Wir stehen vor großen gesellschaftlichen Herausforderungen. Hierauf kann es nur eine Antwort geben: mehr soziale Gerechtigkeit. Das ist die Position der SPD. Dafür werden wir uns einsetzen.

Eines ist mir ganz besonders wichtig: Die SPD-Mitglieder müssen von Anfang an ganz eng in diesen Prozess eingebunden werden. Sie müssen entscheiden, ob und wie die SPD eine neue Regierung mittragen wird. Sollte es letztlich zu Sondierungsgesprächen und Koalitionsverhandlungen mit der Union kommen, werden sie den Kurs der SPD festlegen und über die Ergebnisse abstimmen.

Welche konkreten Forderungen hat die SPD für die Gespräche mit der Union? In der letzten großen Koalition hat sie ja schon Vieles durchsetzen können.

Das stimmt. Wir waren der Motor der letzten Bundesregierung. Rente mit 63, Mindestlohn, Mietpreisbremse, Frauenquote – all das hätte es ohne die SPD nicht gegeben. Wir haben die soziale Gerechtigkeit und das solidarische Miteinander in den letzten vier Jahren wesentlich gestärkt. Für die SPD ist deswegen ganz entscheidend, dass eine neue Bundesregierung soziale Gerechtigkeit in das Zentrum ihres Handelns stellen wird. Grundlagen für die Gespräche mit der Union sind unsere sozialdemokratischen Grundüberzeugungen und das von unserer Partei beschlossene Wahlprogramm. Sichere Arbeitsplätze, gute Löhne, gerechtere Bildungschancen, zukunftssichere Renten, bessere Pflege, bezahlbares Wohnen, humanitäre Flüchtlingspolitik, geordnete Einwanderungspolitik. Das sind unsere Forderungen und zentrale Themen, über die wir uns mit der Union verständigen müssen. Klar ist: Wir müssen nicht um jeden Preis regieren. Dieser Preis muss jedoch mehr soziale Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft sein.

Was passiert, wenn eine Verständigung nicht möglich ist? Werden wir dann in wenigen Monaten Neuwahlen sehen?

Am 24. September haben die Bürgerinnen und Bürger gewählt. Angela Merkel ist es als Bundeskanzlerin und Verhandlungsführerin nicht gelungen, den Willen der Wählerinnen und Wähler umzusetzen und eine stabile Regierungskoalition zu bilden. Wir können nicht so lange wählen lassen, bis es für Angela Merkel passt.

Nach dem Ergebnis der Bundestagswahl hat die SPD entschieden, in die Opposition zu gehen – vor allem um sich zu erneuern. Ist diese Erneuerung nun erstmal auf Eis gelegt?

Ganz und gar nicht. Die historische Wahlniederlage hat gezeigt, dass eine Erneuerung dringend erforderlich ist. Nur dann wird die SPD wieder als klare Alternative erkennbar sein. Das heißt vor allem, dass wir das in den Mittelpunkt stellen müssen, was unsere Gesellschaft zusammenhält und was der Markenkern der SPD ist: soziale Gerechtigkeit und ein solidarisches Miteinander. Die Menschen erwarten von uns überzeugende Antworten auf die Fragen der Zukunft – Digitalisierung, Pflege, Bildung, Europa. Große Linien statt Kleinklein. Darum muss es gehen. Das müssen wir angehen. Zur Neuaufstellung der SPD gehört auch, dass wir raus gehen und vor Ort aktiv sind. Wir werden miteinander ins Gespräch kommen, wollen wissen, wo der Schuh drückt und was die Menschen in ihren Kiezen bewegt, um dann entsprechend zu handeln. Zuhören, verstehen, handeln – das ist die Devise der SPD.

Eva Högl im Web: www.eva-hoegl.de

Foto: © Detlef Eden


Gewußt wo, gewußt was: Das Bilderrätsel in der Wahlkreis-Rundschau

In der letzten Ausgabe der Wahlkreis-Rundschau haben wir diesen Fotoausschnitt veröffentlicht und wollten wissen: Was ist dort zu sehen und wo wurde das Foto gemacht?

Hier die Auflösung: Gesucht war das Plumpe-Denkmal an der Swinemünder Brücke am Bahnhof Gesundbrunnen. Es erinnert an die "Plumpe", dem legendären Fußball-Stadion, in dem Hertha BSC bis in die 70er Jahre beheimatet war. Es wurde 1974 abgerissen und auf dem Gelände Wohnhäuser errichtet. Wer sich näher für die Geschichte von Hertha und der Plumpe interessiert, kann z.B. hier weiterlesen.

Offenbar war unser Rätsel zu einfach. Wir haben jede Menge Einsendungen erhalten - und alle mit der richtigen Antwort. Also musste für den ersten Preis das Losglück entscheiden. Die Pranke des Schicksals ereilte Herrn Werner Mertz vom Kreisverband Wedding/Prenzlauer Berg des Deutschen Roten Kreuzes (Foto). Herzlichen Glückwunsch.

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Und hier nun das neue Bilderrätsel. Wir möchten von Ihnen wissen: Was ist auf dem nebenstehenden Foto zu sehen und wo wurde es aufgenommen?

Keine Peilung? Vielleicht helfen folgende Hinweise weiter:

1.) Man kann sich das Foto größer ansehen, indem man es anklickt.
2.) Der Gedenkstein erinnert an einen Berliner Unterhaltungskünstler, der hier 1929 das Licht der Welt erblickte und vom Wedding aus international bekannt werden sollte.
3.) Amerika hat Frank Sinatra.
4.) Man könnte mit dem Boot ziemlich dicht heranfahren, wenn man mit dem Boot heranfahren dürfte.

Zu gewinnen gibt es fünf wertvolle Buchpreise. Der erste Preis ist (noch einmal) der in diesem Sommer erschienene und inzwischen mit besten Beurteilungen versehene Bildband "Der Wedding", (siehe Website www.derwedding.de, im Handel für 40,00 Euro bestellbar).

Die Teilnahme am Bilderrätsel ist per E-Mail oder per Post an das Bürgerbüro Ralf Wieland, Behmstr. 11, 13357 Berlin, möglich. Bitte den Absender nicht vergessen. Einsendeschluß ist der 5. Januar 2018. Die Gewinner werden aus allen richtigen Einsendungen ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Foto: Tja, irgendwo im Ortsteil Gesundbrunnen


SPD-Fraktion: Solidarität mit Beschäftigten von Siemens, Ledvance und General Electric

Die SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus bekundet ihre Solidarität mit den von Entlassung bedrohnten Beschäftigten bei Siemens, Ledvance und General Electric: „Berlin als Industriestandort wird durch die beabsichtigten Werkschließungen von Siemens, Ledvance und General Electric (GE) in Frage gestellt. Wieder sollen durch die Schließung des GE-Werkes in Marienfelde hunderte Arbeitsplätze abgebaut und die Menschen arbeitslos gemacht werden. Zugleich kann der Konzern nicht über mangelnde Gewinne klagen.

Der Wegfall der Arbeitsplätze sorgt bei den Angestellten und deren Familien kurz vor dem Jahresende für Zukunftsängste. Wir solidarisieren uns mit diesen Familien und fordern die Überdenkung der Schließung des Werkes in Marienfelde.

Ebenso fordern wir die Senatsverwaltung auf, einen Masterplan Industrie zu erarbeiten und in diesem Rahmen alle Möglichkeiten zu prüfen, womit ein weiterer Verlust von Industriearbeitsplätzen verhindert werden kann. Die entsprechenden Mittel wurden durch die rot-rot-grüne Koalition zur Verfügung gestellt.“ (Presseerklärung der SPD-Fraktion)

Foto: privat


Für Kurzentschlossene: Weihnachtsbasar bei "Made in Wedding" noch bis Freitag, 15.12.

Ho, ho, ho, Weihnachten steht vor der Tür, und noch kein originelles Geschenk für die Liebsten im Sack?

Dem lässt sich vielleicht abhelfen mit einem kurzentschlossenen Besuch des Weihnachtsbasars bei "made in wedding" in der Koloniestr. 120. Der Basar ist noch bis Freitag, 15.12., täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet und bietet Handwerkskunst und Originelles, garantiert made in Wedding.

Angeboten werden Artikel aus den Werkstätten von "made in wedding". Die Textilwerkstatt stellt z.B. Taschen, genähnte Weihnachtskalender und Dekoratives in verschiedenen Größen her, einige Künstler beteiligen sich mit Keramiken und Bildern. Die Kiezkunstwerkstatt beteiligt sich mit Be- und Gedrucktem, z.B. Postkarten, Bildern, Kalendern u.v.m.

„made in wedding“ ist ein seit 2013 bestehendes Projekt für Kiezkunst, dem gemeinnützigen Bildungsträger P.U.K. a malta gGmbH zugehörig. Der kleine Laden bietet Anwohnern die Möglichkeit, Alltagskunst in seinen Räumen auszustellen und so gelebte Alltagskultur sichtbar werden zu lassen.

Nähere Infos: www.made-in-wedding.de.

Grafik: made in wedding


Nächste Geschenkechance: Der "Weddingmarkt" am Sonntag, 17.12.

Ho, ho, ho, am 3. Adventssonntag erstrahlt der Weddingmarkt im weihnachtlichen Glanz von 13 bis 21 Uhr auf dem Leopoldplatz, vor der historischen Schinkel-Kirche (Alte Nazarethkirche).

Dieses Jahr können ganz besondere Geschenke unter den Weihnachtsbaum gelegt werden, denn der Besuch beim weihnachtlichen Weddingmarkt verspricht außergewöhnliche Kunst, Design und echte Handwerksliebe. Die Besucher*innen erwarten rund 70 Stände mit Kunst und Design, Streetfood von lokalen Gastronomen, Glühwein, Lagerfeuer mit "Stockbrot-Station" für die kleinen Besucher und musikalische Beiträge. Viele Weddinger Labels zeigen draußen auf dem Leopoldplatz die hochwertige Vielfalt des lebendigen Stadtteils, u.a. Porzellan von Manufactory, bemalte Möbel von Mabellivue, feinster Likör von O'Donnell Moonshine, Taschen von Colorblind Pattern, Korsetts von Verena Ortelli und vieles mehr.

Im Licht des Lagerfeuers verwohnen Weddinger Gastronomen die Besucher mit weihnachtlichem Streetfood, ein Chor singt auf den Kirchenstufen und in der Schinkel-Kirche lädt die Gemeinde ab 17 Uhr zum Weihnachtssingen ein. Der Eintritt zum Markt ist wie immer frei.

Nähere Infos: www.wedding-markt.de.

Grafik: Wedding-Markt


Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung sucht Berichte von Zeitzeugen

Die "Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung" sucht Fluchtberichte und Lebensgeschichten von Vertriebenen und Geflüchteten für das Archiv des künftigen Dokumentationszentrums in Berlin. Dort werden sie dauerhaft aufbewahrt. Zeitzeugenberichte vermitteln auf besondere Weise die tiefgreifenden und langfristigen Auswirkungen von Zwangsmigration auf das Leben eines Einzelnen. Auftrag der Stiftung ist es, dazu beizutragen, dass diese Geschichten nicht vergessen werden.

Neben schriftlichen Berichten über Flucht und Neuanfang sucht die Stiftung Tagebücher, Briefe, Fotos, Zeichnungen, Ausweise und sonstige Dokumente. Der Aufruf richtet sich an alle Menschen, die selbst oder deren Familien Flucht und Vertreibung erlebt haben: z.B. Flüchtlinge der Jugoslawienkriege in den 1990er Jahren, deutsche Vertriebene aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, ihre Kinder und Enkel, oder heutige Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten.

Die Stiftung freut sich über Nachrichten und Zusendungen bis zum 20. Dezember an:
Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Mauerstraße 83/84, 10117 Berlin
E-Mail: geschichten@sfvv.de
Telefon: +49 (0)30 206 29 98-23, Website www.sfvv.de

Im Auftrag der Bundesregierung realisiert die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung derzeit am Anhalter Bahnhof in Berlin ein Dokumentationszentrum zum Thema Flucht und Vertreibung weltweit. Dazu zählt die Geschichte von Millionen Deutschen am Ende des Zweiten Weltkriegs. Heimatverlust ist eine universelle Erfahrung, auch heute sind unzählige Menschen davon betroffen. In diesem Kontext bietet die Stiftung künftig mit Ausstellungen, Veranstaltungen und Recherchemöglichkeiten ein Forum für historisches Lernen.

Foto: © Bundesarchiv


ALG II-Beratung am Montag, 22. Januar im Bürgerbüro

Am Montag, 22. Januar 2018 steht in der Zeit von 13:00 bis 17:00 Uhr Andreas Wallbaum im Bürgerbüro am Gesundbrunnen für eine individuelle Beratung zu allen Fragen rund um ALG II und Jobcenter zur Verfügung.

Seit März dieses Jahres schlägt der auch als "Hartzer Roller" bekannte Andreas Wallbaum an jedem vierten Montag im Monat seine Zelte im Wedding auf - und seither besteht kein Mangel an Nachfrage an den Beratungsterminen.

Wer das Angebot in Anspruch nehmen möchte, findet sich vor 13:00 Uhr im Bürgerbüro des Abgeordneten Ralf Wieland in der Behmstr. 11, 13357 Berlin (gegenüber vom Gesundbrunnen-Center, S-/U-Bahn Gesundbrunnen) ein und trägt sich dort in die Warteliste ein. Eine vorherige Reservierung per Mail oder Telefon ist nicht möglich.

Foto: privat


Talk im Kiez am 19. Dezember: Wem gehört Jesus?

In der Reihe „Talk im Kiez“ diskutieren am 19. Dezember ab 19 Uhr im Projektraum Prima Center in der Biesenthaler Sraße 24 die evangelische Pfarrerin Veronika Krötke, Byron Ahrendhold von der sunnitischen Moschee "Interkulturelles Zentrum für Dialog und Bildung e.V." und der marokkanische Religionsphilosoph Nathim Muhsin. Moderiert wird das Gespräch von Thomas Killian, in das Thema einführen wird Kerstin Kaie. Beide sind aktiv im Soldiner Kiez e.V., der den Abend organisiert hat.

Der Titel der Veranstaltung „Jesus und Jesu Geburt in Christentum und Islam“ deutet bereits daraufhin, dass es um überraschende Gemeinsamkeiten der beiden Religionen Christentum und Islam gehen wird. Aber auch für Menschen ohne religiöse Bindung ist es interessant zu hören, worin der historische Anlass für das Familienfest Weihnachten besteht.

Weihnachten ist nicht der wichtigste christliche Feiertag. Und das obwohl in Deutschland vor keinem anderen Feiertag so viel eingekauft wird. Ein wenig bekannter ist dagegen, dass Protestanten und Katholiken am 25. Dezember die Geburt von Jesus Christus feiern. Wiederum weniger bekannt ist, dass Jesus auch im Koran als „Gesandter“ und „Prophet“ auftritt und sogar zu den 24 Vorgängern Mohammeds zählt.

Text: QM Soldiner Straße / Andrei Schnell, Abbildung: wikimedia.org


Tanzparty am Freitag, 21. Dezember in den Uferstudios

Die Uferstudios pflegen mit ihrer Tanzparty für Geflüchtete und Nachbar/innen weiter eine Tradition der Willkommenskultur.

Seit drei Jahren begleitet das vom Rat der Künste initiierte Projekt "Berlin Mondiale" Partnerschaften („tandems“) zwischen Kultureinrichtungen und Unterkünften für Geflüchtete. Die Uferstudios in der Uferstraße 23 waren von Anfang an dabei und organisieren kontinuierlich wöchentliche Tanzworkshops von wechselnden Choreographenteams.

Zum Ende dieses Projektjahres laden die Uferstudios zur neunten Tanzparty ins große Studio 14 ein. Um 18.30 Uhr beginnt die Performance. Ab 20.00 Uhr ist die Tanzfläche dann für alle geöffnet. Gegen 22.00 Uhr endet die Fete.

Foto: Uferstudios


Volkshochschule Mitte: Das neue Halbjahresprogramm Januar bis Juli 2018 ist erschienen

Schulabschluss nachholen? Grundkenntnisse in Schneidern, Stricken, Häkeln, Nähen erwerben? Polnisch lernen? - all das geht bei der Volkshochschule Mitte.

Über 400 Seiten stark ist das Programmheft für das erste Halbjahr 2018, das nun vorliegt. Erhältlich an den Standorten der VHS Mitte, in den drei Rathäusern, in den Bürgerämtern, Bibliotheken und vielen Buchhandlungen des Bezirks. Und natürlich auch online bei der VHS.

Grafik: VHS


Auf Nimmerwiedersehen 2017: Jahresrückblick mit den Brauseboys

Die Jahresrückblicke der Weddinger Lesebühne "Brauseboys" haben inzwischen Tradition. Unter Kenner wird auch zunehmend von "Kultstatus" geraunt. Wie auch immer: In ihrem 12. Jahresrückblick stellen die Brauseboys unter dem Motto "Ein Jahr wird schwarzweiss" erstmals positive Nachrichten ins Zentrum: Berlin hat neue Pandas! Orkantief Xavier sorgt für Vollbeschäftigung in der Forstwirtschaft! Air Berlin senkt seine Klima-Emissionen auf Null! Trumps Frisur hat das ganze Jahr gehalten! Weder er noch Kim Jong-un haben den 3. Weltkrieg begonnen! Noch nie wollten so viele Parteien in Deutschland lieber nicht regieren!

Wir lesen im Ankündigungstext: "Positive Nachrichten sind wichtig! Ausgerechnet im 50. Jahr des Farbfernsehens wird die Welt geprägt von Schwarzweiß-Denken, Schwarzweiß-Unruhen und Schwarzweiß-Malerei. Die Brauseboys setzen eine Kuscheloffensive dagegen: Schwarzweiß kann auch flauschig und freundlich sein. Und Tiermotive dürfen auf keinen Fall Alexander Gaulands Krawatten überlassen werden! Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ziehen deshalb ihr Fazit aus 2017: „Sollte auch morgen die Welt untergehn, lasset uns heute noch Pandas ansehn!“ Weitere Durchhalteparolen, Satire vom Blatt, Liedgut vom Klavier und Bilder von der Wand in der multimedialen Jahresbilanz der Weddinger Vorlese-Boygroup."

Der Jahresrückblick findet vom 14.12. bis zum 6.1. fast täglich um 20.00 Uhr, an manchen Tagen auch zusätzlich um 16.00 Uhr statt. Leider nicht am angestammten Veranstaltungsort im Wedding, sondern im KOOKABURRA Comedyclub in der Schönhauser Allee 184. Die Website der Brauseboys verrät Näheres zu den einzelnen Terminen. Auch, dass einige schon ausverkauft sind - vorausschauende Planung könnte also angezeigt sein.

Foto: Brauseboys


Impressum

Ralf Wieland
SPD-Fraktion im
Abgeordnetenhaus Berlin
Niederkirchnerstraße 5
10111 Berlin

Tel. 0 30 / 23 25 - 22 22

E-Mail: info@ralf-wieland.de
Web: www.ralf-wieland.de

Bürgerbüro am Gesundbrunnen

Behmstr.11
13357 Berlin

Tel. 0 30 / 64 31 23 20

Öffnungszeiten: Mo 10-12 & 13-16 Uhr, Di & Do 14-20 Uhr, Fr 10-14 Uhr

Stadtplan

Meine nächsten persönlichen Sprechstunden im Bürgerbüro finden Sie auf meiner Website.

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